Klinik Jesuitenschlößl - Neuropsychologie
Klinik Jesuitenschlößl - NeuropsychologieKlinik Jesuitenschlößl - Neuropsychologie
Neurologie - Neuropsychologie - Klinik Jesuitenschlößl

Die Neuropsychologen werden tätig, wenn Funktionsstörungen in der Orientierung, der Aufmerksamkeit, des Lernens und
des Gedächtnisses, des Denkens oder der Wahrnehmung die Wiedereingliederung, in das Alltagsleben erschweren.

Die klinisch-psychologische und psychotherapeutische Arbeit erstreckt sich auf die Krankheitsverarbeitung und Kriseninter-
vention bei Patienten
und Bezugspersonen/Interessensver-
tretern
, teilweise auch auf die Vorbereitung einer weiterführenden ambulanten Psychotherapie (sowie bei chronischen Schmerzerkran-
kungen auf eine psychologische Schmerztherapie auf verhaltens-
therapeutischer Grundlage).

Die Abteilung ist allen relevanten neuropsychologischen und psychologischen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet und wird auf dem neuesten Stand der wissenschaft-
lichen Forschung
gehalten. So bieten wir seit Anfang diesen Jahres auch visuelles Restitutions- (bei Gesichtsfeldausfall) und Fixationstraining (bei Doppelbildern) an.

Beim Erstgespräch werden die Behandlungsindikation und die differentialdiagnostischen Fragestellungen geklärt. Im Vordergrund steht dabei die Einschätzung der Auswirkungen der Erkrankungen und der einhergehenden psychischen und neuropsychologischen Beeinträchtigungen auf die allgemeine Alltagsbewältigung, ggf. auch auf eine Rückkehr ins Berufsleben.

In der neuropsychologischen Einzeldiagnostik werden neben
der Verhaltensbeobachtung je nach diagnostischer Fragestellung standardisierte Verfahren eingesetzt. Insbesondere bei Fragen der beruflichen Wiedereingliederung kann die konzentrative, psychische und allgemein-kognitive Belastbarkeit in alltagsnahen Situationen geklärt werden.

Eine klinisch-psychologische Differentialdiagnostik zur Aufdeckung oder Abgrenzung einer gestörten Krankheitsver-
arbeitung, Anpassungsstörungen, Angststörungen, depressiven Syndromen, psychosomatischen Erkrankungen oder eines chronischen Schmerzsyndroms basiert ebenfalls auf standardisierten Untersuchungen.

Neurologie - Neuropsychologische Therapie - Klinik Jesuitenschlößl
Neurologie - Neuropsychologie - Sehtraining
Grundsätzlich werden drei Prinzipien der neuropsychologischen Therapie unterschieden. " Restitution " ist die komplette oder teilweise Wieder-
herstellung einer Hirnleistung

(z.B. die Verbesserung der Aufmerk-
samkeit durch ein störungsspezifisches Aufmerksamkeitstraining) oder Behe-
bung einer Gesichtsfeldeinschränkung.

Unter " Kompensation " versteht man den Einsatz von Ersatzstrategien bzw. das Ausnutzen erhalten ge-
bliebener Restfunktionen
z.B. ein Gedächtnistraining, im Rahmen dessen der Patient bestimmte Gedächtnistech-
niken lernt, mit denen er mit seinem Gedächtnisdefizit umgehen kann; Explorationstraining bei Gesichtsfeld-
einschränken, etc..

Unter " Adaptation " versteht man die Anpassung der Umwelt an den Patienten in Form sogenannter externer Hilfen wie z.B. das Anfertigen von Notizen als externe Gedächtnishilfe.

Auf der Grundlage der erhobenen Befunde und der Bewertung der Beeinträchtigungen insgesamt werden die Rehabilitationsmöglich-
keiten beurteilt sowie in enger Abstimmung mit den Bedürfnissen des Patienten bzw. seiner Bezugspersonen/ Interessensvertreter die Behandlungsziele einschließlich konkreter Zwischenziele erarbeitet. Hieraus wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Dies sowie die Therapiedurchführung erfolgen in enger inhaltlicher und organisatorischer Abstimmung mit den ärzten, dem Pflegeperso-
nal sowie den Sprach-, Ergo- und Physiotherapeuten.

In Abhängigkeit vom Behandlungsverlauf und den Ergebnissen regelmäßiger überprüfung des (Leistungs-)Zustandes des Patienten müssen die festgelegten Ziele bzw. die angewandten Methoden möglicherweise modifiziert und korrigiert werden.

Als therapeutische Verfahren kommen zur Anwendung
Therapie der wahrnehmungsmäßigen und kognitiven Funktionen nach neuestem Kenntnisstand mit Hilfe spezifischer und systema-
tischer Behandlungsverfahren in Form von

  • Einzeltherapie
  • Gruppentherapie
  • PC-gestützte Verfahren
  • Klinisch-neuropsychologische Therapie und Psychotherapie
  • Hilfe bei der Krankheitsverarbeitung
  • Behandlung affektiver Störungen (z.B. ängstlicher oder depressiver Anpassungsstörungen) durch Psycho- bzw. Verhaltenstherapie
  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelation nach Jacobson, autogenes Training, Suggestivmethoden)
  • Intensive Beratung der Bezugspersonen/Interessensvertreter sowie Angehörigenseminare


Neurologie - Neuropsychologie - OrientierungsgruppeNeurologie - Neuropsychologie - Orientierungsgruppe