Chefarzt

Dr. med. Alexey Tarasov

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Sozialmedizin

Wir versorgen Patienten mit folgenden psychischen Indikationen:

Unser Behandlungskonzept umfasst alle psychischen Erkrankungen ausgenommen Suchterkrankungen und hirnorganische Störungen.

Versorgungsverträge:

In diesem Indikationsbereich bestehen Versorgungsverträge mit österreichischen Sozialversicherungsanstalten sowie mit deutschen gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Behandlungsablauf:

In einem ersten Schritt erfolgen am Aufnahmetag die Zimmerzuweisung sowie Einweisung in die Rahmenbedingungen und Erhebung von Routineparametern durch unser Pflegepersonal.

Es folgt eine allgemeinmedizinische Aufnahmeuntersuchung samt Anordnung notwendiger Befunderhebungen durch unsere Stationsärzte. Bei Bedarf werden Begutachtungen durch Konsiliarfachärzte veranlasst, um eine kompetente Versorgung von Begleit- und Nebenerkrankungen zu gewährleisten.

Die professionsübergreifende Aufnahmeteambesprechung am ersten Behandlungstag erlaubt eine erste Einschätzung des allgemeinen Funktionsniveaus anhand der GAF-Skala (Global Assessment of Functioning).

Der Rehabilitationsablauf folgt in erster Linie einem psychologischen Schwerpunkt, dieser wird indikationsspezifisch angepasst, falls erforderlich erweitert oder auch zu alternativen Therapieangeboten hin verschoben.

Besonderer Wert wird auf die Mitarbeit unserer Rehabilitanden gelegt, welche den Behandlungsplan mitgestalten.

Im Zuge wöchentlicher ärztlicher Visiten erfolgen Verlaufsbesprechungen und gegebenenfalls Anpassung von Medikation und Therapie. Regelmäßige Teambesprechungen gewährleisten eine Überprüfung des Therapieerfolges.

Vor Entlassung werden die Rehabilitationsziele evaluiert und die Nachbetreuung festgelegt.

Zielsetzung der Medizinisch/Psychiatrischen Rehabilitation:

Verbesserung der Körperfunktionen und Strukturen

  • Emotionale Funktionen (z.B. Störung der affektiven Kontrolle, depressive  Verstimmung)
  • Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs (z.B. mangelnde Impulskontrolle)
  • Funktionen der Selbstwahrnehmung (z.B. Störung des Körperbildes, mangelnde Selbstakzeptanz)
  • Höhere kognitive Leistungen (z.B. Störung des Einsichtsvermögens, Störung des  Zeitmanagement)
  • Denkfunktionen (z.B. Zwangsgedanken und Aufmerksamkeitsfunktionen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen)
  • Schlaffunktionen (z.B. gestörter Schlafrhythmus, erhöhtes Schlafbedürfnis)
  • Psychomotorische Funktionen

Verbesserung der Aktivitäten

  • Alltägliches Verhalten (z.B. Teilhabe im Alltag, in Familie, Beruf und Freizeit)
  • Psychische Belastbarkeit (z.B. Schwierigkeiten beim Umgang mit Anforderungen des Alltags)
  • Interpersonelle Beziehungen und Interaktionen (z.B. Störungen bei der Aufnahme und Aufrechterhaltung von Beziehungen)
  • Problemlösefähigkeit und Entscheidungsfindung
  • Umstellungsfähigkeit  (z.B. auf  neue berufliche Situationen)
  • Krankheitsbewältigung

Ziel des Rehabilitationsverfahrens sind der Erhalt und die Verbesserung des Funktionsniveaus nach stationären Aufenthalten bei schweren psychischen Erkrankungen und die Wiedereingliederung in das Berufsleben nach depressiven Erkrankungen.